Lageplan

Hier ist der uns bekannte Plan, welcher die Anordung der geplanten 13 Windräder zeigt.
Warum 13 und nicht 7 Windräder, wie dies in der Veranstaltung der NES 2016 in der Stadthalle Erbendorf berichtet wurde?
Diese Karte wurde nach den uns vorliegenden Informationen nachgezeichnet und ist Eigentum der Bürgerinitative.
Sie zeigt 13 Bereiche in der demnächst erneut die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) läuft.
Vervielfältigung nur mit Einverständnis unsererseits.


Technische Daten

Anlagentypen

(Beispiele aus dem Merkblatt des bayerischen Landesamt für Umwelt von 2012, inzwischen werden deutlich größere Anlagen gebaut)

  1. Anlagen mit Getriebe (Asynchrongenerator)
    Leistung: 2,0 Megawatt
    Rotordurchmesser: 80 Meter
    Turmhöhe: ca. 80 Meter
    Gesamthöhe: ca. 120 Meter
    Drehzahl: 9 - 19 Umdrehungen/Minute
    (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt Merkblatt Nr. 1.2/8)

    Trotz zunehmender Konkurrenz durch getriebelose Anlagenkonzepte und Anlagen mit Vollumrichter stellen Windkraftanlagen mit Getriebe, doppelt gespeisten Asynchronmaschinen mit Schleifringläufer und läuferseitigem Frequenzumrichter nach wie vor die häufigste Bauart von Windkraftanlagen dar. Sie sind zwar teurer als Anlagen mit direkt netzgekoppeltem Asynchrongenerator, sind dafür aber über einen weiten Drehzahlbereich regelbar und zeigen somit einen hohen Wirkungsgrad. Die Leistung, die der Frequenzumrichter liefern muss, entspricht im Verhältnis zur Generatorleistung nur der relativen Abweichung der Drehzahl von der Synchrondrehzahl, üblicherweise ca. 30 % der Generatorleistung. Da der Asynchrongenerator eine hohe Drehzahl benötigt, ist bei dieser Bauart ein Getriebe nötig. Obwohl in beiden Fällen der Stator seine Leistung netzsynchron abgibt, lässt sich hier über die Phase der Erregung der Blindleistungsbedarf regeln, womit derartige Antriebsstränge ähnliche Vorteile bieten wie solche mit Synchrongeneratoren und Vollumrichtern (Quelle: Wikipedia).

  2. Anlagen ohne Getriebe (Synchrongeneratoren)
    Leistung: 5,0 Megawatt
    Rotordurchmesser: 114 Meter
    Turmhöhe: ca. 124 Meter
    Gesamthöhe: ca. 200 Meter
    Drehzahl: 8 - 13 Umdrehungen/Minute
    (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt Merkblatt Nr. 1.2/8)

    Permanenterregte Generatoren (PMG) nutzen Dauermagnete und weisen gegenüber fremderregten Generatoren einige Vorteile auf. Neben einem etwas höherem Wirkungsgrad aufgrund des Wegfalls der Erregerleistung lassen sie sich durch ihre höhere Feldstärke kompakter und leichter bauen, wovon insbesondere getriebelose Konzepte mit großen Generatoren (von z. B. Siemens Wind Power, Vensys, Goldwind) profitieren. Vorteile hat die Nutzung von Permanentmagnetgeneratoren damit vor allem bei getriebelosen Offshore-Windkraftanlagen der Multi-MW-Klasse, während für Onshore-Anlagen mehrere andere bewährte Generatorkonzepte existieren.[60] PMGs kommen aber auch in Getriebeanlagen mit kompakten Generatoren (von z. B. General Electric und Vestas) vor. Die benötigten Dauermagnete bestehen üblicherweise aus Seltenerdmagneten wie Neodym-Eisen-Bor. Zur lang anhaltenden Gewährleistung der Feldstärke bei hohen Temperaturen kann zusätzlich Dysprosium beigemischt werden. Neodym und Dysprosium sind Metalle der Seltenen Erden und unterliegen Preisschwankungen. Das Marktpreisrisiko für die Hersteller und die Umweltprobleme, die mit dem Abbau und der Gewinnung von Seltenen Erden verbunden sind, wirken sich nachteilig aus. Die in der Vergangenheit bestandene schlechtere Regelbarkeit hat sich durch moderne Frequenzumrichter relativiert und stellt keinen großen Nachteil mehr dar (Quelle: Wikipedia).

Daten der geplanten Windräder im Hessenreuther Wald

Anlagentyp

Unklar, ob mit oder ohne Getriebe.

Nennleistung: 4,2 bis 6,0 MW pro Anlage
Nabenhöhe: 166m
Rotordurchmesser: 160m
Gesamthöhe: 246 Meter (Quelle: Natural Energy Solutions)
Bisher war nur von einer Höhe von 230 Metern die Rede, daher auch diese Info auf den Flyern.

Dies entspricht circa:
- 7x Höhe des Oberpfalzturms (35m)
- 4x Höhe des Turms der Kath. Kirche Erbendorf (64m)
- 4x Höhe des Funkmastes am Abspann (62m)
- 2,5x Höhe der Windräder am Steinbacher Berg (99m) oder des Kölner Doms (105m)

Stahlbeton-Fundamente

Durchmesser: 20-30m, Fläche nur für Fundament ca. 500m2
Bei bei optimalem Untergrund 4m Tiefe
Bei weichem Untergrund Bodenpfähle bis 30m Tiefe
Bei inhomogenen Untergrund Bodenaustausch, Einbringung von Kalk, Rüttelstopfsäulen, Bodenstopfsäulen, etc.
1.400 m3 Beton werden für ein Fundament benötigt, 2800 Tonnen Stahlbeton für einen Mast.

Flächenverbrauch

Bis zu 1ha pro Windrad (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt).
Es wird ja nicht nur die Stellfläche des Windrads benötigt sondern auch Kranstellflächen, Fläche für Infrastruktur, Zufahrtswege und Stromtrassen.

Zufahrtswege

Traglast bis 150to
Kurvenradien größer 50m


Gesundheit

Die Beinträchtigungen und Risiken für die Gesundheiten werden hauptsächlich durch Infraschall, hörbaren Schall und optische Reise verursacht.
Dies kann sowohl körperliche als auch psychologisch relevante Auswirkungen haben.

Infraschall

Zu Beginn ein Vergleich. Dieses Jahr jährt sich die Entdeckung der Röntgenstrahlung durch Wilhelm Conrad Röntgen zum 125. Mal. Bei Infraschall verhält es ich wie mit der Röngtenstrahlung. Man sieht, hört, schmeckt oder fühlt sie meist nicht. In den Anfangszeiten starben Hunderte von Medizinern und Forschern und auch etliche frühe Patienten wurden beim Versuch, Leiden zu heilen, regelrecht exekutiert. Erst Jahre später begriff man, dass dies das Resultat der hochdosierten Röntgenstrahlen war. (Quelle: Spiegel - Das Leiden der Strahlen-Pioniere)
Bei Infrallschall verhält es ich ähnlich, wenngleich im ersten Moment nicht so dramatisch. Nur weil man ihn offensichtlich nicht wahrnimmt und momentan noch keine offiziellen deutschen Studien existieren heisst das nicht, dass von ihm keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgehen.

Infraschall ist Schall unterhalb der Frequenz von 20 Hertz. Geräusche unter 20 Hertz nimmt das Ohr erst bei viel höheren Schalldruckpegeln wahr als den hörbaren Schall von 20 bis 20 0000 Hertz: Je tiefer die Frequenz, desto höher muss somit der Schalldruckpegel (quasi die Lautstärke) sein, damit das Hörorgan einen Sinneseindruck erhält. Bei 8 Hertz zum Beispiel muss der Schalldruckpegel bei 100 Dezibel liegen, damit die Wahrnehmungsschwelle erreicht ist. Die großen Wellenlängen können zu Resonanzphänomen innerhalb und außerhalb von Häusern führen.

Die Unterschiede in der individuellen Hörschwelle sind im Infraschallbereich stärker ausgeprägt als im Bereich des hörbaren Schalls. Manche Menschen nehmen daher Infraschall bei hohem Schalldruckpegel als Brummen wahr, andere nicht. Niedrigfrequente Körpervibrationen können bei hohen Schalldruckpegeln gefühlt werden.

Aufgrund seiner großen Wellenlängen wird Infraschall kaum von der Luft oder dem Boden gedämpft und auch nicht durch Hindernisse wie Felsen, Schutzwälle, Bäume oder Gebäude abgeschirmt - er breitet sich nahezu verlustfrei aus. Verdoppelt sich die Entfernung, so nimmt der Schallpegel um 6 Dezibel ab. So konnten Schallphänomene von einem Park mit 60 Windturbinen noch in 90 Kilometer Entfernung nachgewiesen werden. In geräuscharmer Umgebung reagiert das Ohr sensitiver auf Infraschall. Ein ruhiges Zuhause kann so zum Problem werden, da der hörbare Schall der Windturbinen durch Mauern gedämpft wird, Infraschall dagegen nicht. Und wer mit dem Ohr auf dem Kissen schläft, blockiert auf dieser Seite den hörbaren Schall, aber nicht den Infraschall. (Quelle: aerzteblatt.de)

Auf den Seiten der IG Rossdorf wird das Thema Infraschall sehr anschaulich präsentiert.

Hörbarer Schall

Optische Reizüberflutung durch Befeuerung und Schlagschatten

Durch die Rotationsbewegung der Flügel von Windkrafträdern entsteht bei entsprechender Sonneneinstrahlung ein perodischer Schlagschatten.
Dieser führt zu Streß mit Schlafstörungen, Herz-/Kreislaufproblemen, Magen-/ Darmstörungen, Leistungsbeeinträchtigung und psychologischen Beeinträchtigungen als Begleit- und Folgeerscheinung. (Quelle: AEFIS - Ärzte für Immissionsschutz Grundlagenpapier)
Der Länderausschuss für Immissionschutz weist auf eine maximale Beschattungsdauer von nicht mehr als 30 Minuten/Kalendertag oder 30 Stunden/Kalenderjahr hin (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft).


Heimat und Umwelt

Kostbare Wälder, zauberhafte Landschaften, unberührte erfrischende Natur, ländliche Idylle, sind unser größtes Kapital.
Wir haben nichts anderes als unsere Heimat.
Wenn wir nicht aufpassen, gerade hier auf dem Land wo die Welt noch einigermaßen in Ordnung ist, sind wir ganz schnell unsere ländliche Idylle los - und das für einen feuchten Händedruck.

  • Zitat Landrat Wolfgang Lippert: "Es ist völlig egal, ob es 13 oder 7 Windräder sind, im Hessenreuther Wald hat keine einzige Windkraftanlage etwas verloren. Unser Kapital ist unsere Landschaft mit ihrem Artenreichtum und ihrer Einzigartigkeit." Menschen kämen in die Region, um zu entschleunigen. "Es macht doch keinen Sinn, wenn ich Kapital auf der einen Seite zerstöre um neues Kapital darauf aufbauen zu können, das ist sinnlos, das funktioniert nicht." (Quelle: Onetz)
    "Derjenige, der Geld zum Investieren hat erträgt die Windräder leichter, der sich nicht finanziell beteiligen kann, muss sie erdulden!" (Quelle: VLAB-Facebook)
     
  • Zitat Peter Wohlleben: "Windkraftanlagen sind Industrieanlagen, diese gehören in Industriegebiete nicht in den Wald!" (Quelle: Windkraft im Wald)
     
  • Zitat Reinhold Messner: "Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn man genau das zerstört, das man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur!"
     
  • Zitat Andreas Kieling: "Windkraft tötet"

Mensch

10H-Regelung

  • Der Abstand einer WKA zur nächsten Wohnbebauung muss mindestens das 10fache der Anlagenhöhe betragen.
    Im konkreten Fall wären dies ca. 2400m.
  • Einödhöfe und Weiler gelten nach dem Gesetz als nicht besonders schutzwürdig. Sie sind demnach von dieser Regelung ausgeschlossen.
  • Die 10H-Regelung kann zudem umgangen werden, wenn in den betroffenen Gemeinden ein entsprechender Bauleitplan vorhanden ist.
  • Neueste Erkenntnisse zeigen, dass selbst diese Abstände nicht ausreichend sind, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen (siehe Bereich Infraschall).
     

Tierwelt

Im Hessenreuther Wald sind seltene Vogelarten wie Schwarzstorch, Rotmilan, Baumfalke, Seeadler sowie diverse Fledermausarten beheimatet.
Hier befindet sich ausserdem einer von nur sechs süddeutschen Brutplätzen des bundes- und europaweit gefährdeten Fischadlers (Quelle: Bund Naturschutz).
Zudem ist hier ein Auswilderungsgebiet des Habichtskauzes.
Die Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern hätte einen dramatischen Einfluss auf die dort ansässigen Tierarten.

Der von jeder Windkraftanlage ausgesendete Infraschall wird in der aktuellen Diskussion um das Bienensterben bewußt nicht thematisiert. Infraschall, stört die Kommunikation der Bienen untereinander und die Orientierung der Bienen im Gelände, sodaß die auf Futtersuche fliegenden Bienen nicht mehr zum Bienenstock zurückfinden.
Auch der Schwänzeltanz der Bienen, mit dem sie exakt auf wenige Meter genau anderen Arbeitsbienen den oft kilometerweit entfernt liegenden besten Futterplatz zeigen, wird durch Windräder-Infraschall zerstört.
So sterben europaweit – ja weltweit – Millionen von Bienenstöcken völlig ab.
Bereits 1944/45 gelang dem später hierfür 1973 mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Naturwissenschaftler und Bienenforscher Karl Ritter von Frisch der Nachweis, daß Bienen ihren Artgenossen im Stock mit einem Schwänzeltanz die besten und nächstgelegenen Futtergebiete mit den reichsten Nektarquellen geografisch mitteilen.
Hierzu erzeugen sie mit dem Hinterleib Infraschall-gesteuerte Informationen, die von den anderen, den Tanz beobachtenden Bienen übernommen werden, sodaß diese dann ausschwärmenden Bienen die Futterquellen auf direktem Weg finden – einschließlich des Rückwegs zum Bienenstock.
Dumm nur, daß der Frequenzbereich des von den Bienen erzeugten Infraschalls (13-14 Hz) völlig überlagert und zerstört wird durch den von Windkraftanlagen millionenfach stärker erzeugten Infraschall im gleichen Frequenzbereich von ca. 7 – 15 Hz.!

Hinzu kommen die von WKA künstlich erzeugten elektromagnetischen Wellen, die nicht nur die Bienen im Langzeit-Effekt töten, sondern die auch andere Tierarten wie Zugvögel, Brieftauben, Vogelschwärme von ihren Flugbahnen abkommen lassen, sodaß sie ihre seit Tausenden von Jahren angestammten Nist- und Futterplätze oder ihren Heimat-Hort nicht mehr finden...
Auch die Brieftaubenzüchter kennen dieses Problem der nicht mehr zum Taubenschlag zurückfindenden Brieftauben – den Windrädern sei Dank!

Wald

Der oberpfälzische Hessenreuther Wald (Wikipedia: Hessenreuther Wald) ist eines der letzten, unzerschnittenen und von Windkraftanlagen noch nicht betroffenen Waldgebiete in Bayern.

Die vorliegenden Planungen deuten auf Rodungen bis zu ca. 10ha hin.
Dies ist nicht nur für die Fundamente und elektrischen Anlagen notwendig sondern auch Zufahrtswege und die Stromtrasse zur Wegführung des erzeugten Stroms (siehe Flächenverbrauch, Fundamente und Zufahrtswege).

Im Bayerischen Waldgesetz ist der Schutz und Erhalt des Waldes geregelt. Besonders zu beachten sind Artikel 1 - Gesetzeszweck, Artikel 7 - Sicherung der Funktion des Waldes und Artikel 9 - Erhaltung des Waldes.

Wasserhaushalt

Der Hessenreuther Wald dient als Wasserspeicher. Es besteht die Gefahr, dass durch die massiven Rodungen und dauerhafte Oberflächenversiegelung die Trinkwasserversorgung durch die Steinwaldgruppe gefährdet wird. Desweiteren ist im empfindlichen Bereich von Grundwassereinzugsgebieten ist ein weitgehendes Durchstoßen der schutzwirksamen Grundwasserüberdeckung unvereinbar mit dem Trinkwasserschutz (siehe Stahlbeton-Fundamente).
Dies ist bei Planungen für Windkraftanlagen zu beachten.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt Merkblatt Nr. 1.2/8)

Immobilienpreise

Einfamilienhäuser auf dem Land verlieren bis zu 7,1 Prozent an Wert, wenn im Abstand von bis zu einem Kilometer davon Windenergieanlagen errichtet werden. Bei älteren Häusern kann der Wertverlust bis zu 23 Prozent betragen (Quelle: RWI-Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung).
Original-Datei zum Download
Der Verband Haus & Grund kommt sogar zu der Erkenntnis, dass der Wertverlust bis zu 30 Prozent betragen kann.

 

Tourismus

Verspargelung des gesamten Höhenrückens von Wildenreuth bis Guttenberg.
Sichtbar von allen touristischen Sehenswürdigkeiten im Umkreis (Rauher Kulm, Oberpfalzturm, Parkstein, Armesberg, Ochsenkopf, ...)

Rückbau/Recycling

20 Jahre Förderung und danach?
Problem: Tausende Windräder kommen in die Jahre und müssen bald abgebaut oder ersetzt werden. Die Lebensdauer eines Windrads liegt bei maximal 25 - 30 Jahren, aktuell werden Anlagen mit 20-25 Jahren veranschlagt (siehe Nordex/Kurzbeschreibung/Lebensdauer).
Doch das Entsorgen der ausgedienten Rotorblätter bringt riesige Probleme mit sich.
Ebenso erweist sich der Rückbau der Fundamente als problematisch.


Alternativen

Energiesparen

Der beste Klimaschutz ist Energiesparen. Strom der nicht erzeugt werden muss verursacht keine Umweltverschmutzung und auch keinen CO2-Ausstoss.
Greenpeace Energy - 44 Tipps zum Stromsparen

Erzeugung erneuerbarer Energien auf öffentlichen Gebäuden, Fabrikhallen, Freiflächen und offener See

  • Auf Dachflächen in Deutschland gibt es ein Potenzial für 161 GWp Solarstrom. (Stand 2010, Quelle: Wikipedia)
  • Auf dem Meer ist die Energieausbeute erheblich größer als an Land. Der Wind weht stärker, öfter und konstanter.
    Betreiber rechnen bei Offshore-Anlagen mit doppelt soviel Ausbeute wie bei Anlagen an Land. (Quelle: Stiftung Offshore-Windenergie)
    Das bedeutet zusätzlich zu den höheren Erträgen außerdem noch weniger Schwankungen bei der Erzeugung und somit im Stromnetz.
    Zudem sind die Kosten für Betrieb und Wartung von Offshore-Anlagen binnen weniger Jahre von rund 18 Cent auf unter 10 Cent pro Kilowattstunde gesunken.
    Die ersten Betreiber gehen hier schon mit Angeboten in öffentliche Ausschreibungen, die auf Subventionen nachdem Erneuerbare-Energien-Gesetz freiwillig verzichten.

Wie viel Photovoltaik auf dem Acker braucht Bayern?
Fliegende Turbinen - Windkraft hoch über dem Meer
Wie Drachenkraftwerke funktionieren
Forscher entwickeln "fliegende Kraftwerke" zum Ernten von Windenergieenergie
Blue Power: Diese Windkraftanlage produziert auch Solarstrom

Erdgas

Erdgas ist der fossile Energieträger mit den geringsten spezifischen CO2-Emissionen. Er lässt sich dann einsetzen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Doch während er noch vor wenigen Jahren von Grünen-Politikern als ideale Ergänzung der erneuerbaren Energien gepriesen wurde, wenden sich mittlerweile viele ab.
Eine Abkehr vom Erdgas erscheint aus aktueller Sicht nicht vertretbar, im Gegenteil: Atom- und Kohleausstieg werden es unumgänglich machen, neue Gaskraftwerke zu bauen. Das ist im Übrigen eine zentrale Erkenntnis der von der Bundesregierung eingesetzten Kohlekommission. Bei aller Euphorie im Klimaschutz – die Realität lässt sich nicht ausblenden. Ohne Gas wird es nicht gehen.
(Quelle: Handelsblatt)
Neue Gaskessel in Kraftwerken können den CO2-Ausstoss im Vergleich zu den vorherigen alten Kohlekesseln um 40% senken. (Quelle: MHPS-Europe)

Verstärkte Umwandlung in Wasserstoff (Power-to-Gas)

Durch verstärkte Umwandlung z.B. von Solarstrom in Wasserstoff können vorhandene Anlagen effektiver genutzt und Neubauten vermieden werden.
Forscher steigern Wirkungsgrad von Power-to-Gas Anlagen kräftig. Mit einer Demonstrationsanlage im Rahmen des Projekts HELMETH ist es EU-Forschern unter der Koordinierung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gelungen, die Hochtemperaturelektrolyse und Methanisierung als gemeinsamer Power-to-Gas-Prozess mit einem Wirkungsgrad von über 75 Prozent im Technikumsmaßstab zu realisieren. Standard-Industrieanlagen erreichen rd. 54 Prozent Wirkungsgrad. „Wir haben die Synergien zwischen Elektrolyse und Methanisierung erstmals konsequent ausgenutzt und so einen Wirkungsgrad erreicht, der rund 20 Prozentpunkte über dem der Standardtechnologien liegt“, erklärt Dimosthenis Trimis vom KIT, Koordinator des EU-Projektes HELMETH. „Dank der breiten disziplinären Basis unseres Forschungsverbundes konnten wir zur gesellschaftlichen Herausforderung Energiewende einen markanten Mosaikstein beitragen.“
(Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien - IWR)
SONNENSEITE - CO2-freier Wasserstoff kann günstiger als bislang angenommen produziert werden

Speicherung

  • Lignin statt Lithium - Organic-Flow-Batterien
    Nach Angaben von CMBlu sind die sogenannten Organic-Flow-Batterien flexibel einsetzbar, etwa bei der Zwischenspeicherung von erneuerbaren Energien oder bei der Glättung von Lastspitzen in Industriebetrieben. Die organischen Energiespeicher sollen vor allem als stationäre Ladequellen für die Elektromobilität eingesetzt werden.
    Die bislang durchgeführten Tests der Forscher belegen, dass die organischen Speicher den herkömmlichen Akkus weit überlegen sind.
    Quellen: BR24 - Lignin statt Lithium: Organische Energiespeicher aus Alzenau
    BR24 - Öko-Batterie: Basis ist Abfallprodukt aus der Papierherstellung
     
  • Flüssigluftspeicher
    Energiequelle ist überschüssiger Windstrom. Er wird genutzt, um Luft stark zu komprimieren. Dabei sinkt ihre Temperatur auf minus 196 Grad Celsius ab, sodass sie sich verflüssigt. Bei diesem Prozess verringert sich das Volumen auf ein Siebenhundertstel. Die kalte Flüssigkeit wird in gut isolierten Stahltanks gelagert. So lange die Temperatur nicht steigt, entwickelt sie keinen Druck. Die bei der Komprimierung entstehende Wärme wird ebenfalls gespeichert. Diese Techniken seien bei der Verflüssigung von Erdgas etabliert, sodass keine zusätzlichen Entwicklungskosten anfallen, sagen die Ingenieure.
    Wenn Strommangel droht, wird die Luft mit der gespeicherten Wärme zurück in Gas verwandelt. Dabei dehnt sie sich um das 700-Fache aus und entwickelt schier unbändige Kräfte, die in einem Turbogenerator in Strom umgewandelt werden.
    Quelle: INGENIEUR.de - Erste Großanlage speichert Windstrom in flüssiger Luft
     
  • Projekt "Goliath"
    Quelle: Fuldaer Zeitung - Großes Interesse an „Goliath“ – Erfinder präsentieren Energiespeicher bei Neujahrsempfang

Biomasseheizwerke

Dezentrale Energieerzeugung z.B. aus Holz bzw. Hackschnitzel zur Grundlastversorgung in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen.
(Quelle: Bioenergie-Atlas Österreich)

Windturbinen

Öffentliche Gebäude und Förderung für Privathaushalte (dezentrale Stromerzeugung).
Die Kosten pro erzeugter Kwh etwa doppelt so hoch wie bei konventionellen, horizontalen Anlagen.
Allerdings ist der Einfluss auf Mensch und Umwelt um einiges geringer und dadurch die Akzeptanz ungleich höher.
Beispiele:
Windturbine Genesis
Windturbine Helix
Windenergie in China: Lichtmasten als Standorte für Mini-Windräder

Atomkraft

Das ist nicht Euer Ernst, oder ???
Doch. Aber nicht die Atomkraft, welche die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima verursacht hat und tonnenweise strahlenen Langzeitmüll erzeugt.

Der Dual-Fluid-Reaktor (DFR) ist ein neues Kernreaktorkonzept: das erste, das seit vielen Jahrzehnten patentiert wurde!

Der Dual-Fluid-Reaktor (DFR) unterscheidet sich von einem herkömmlichen Leichtwasserreaktor ebenso stark wie ein Düsenflugzeug von einem Zeppelin. Aber worin genau bestehen diese Unterschiede? Zentraler Gedanke bei der Entwicklung war, eine Energiequelle zu konstruieren, die für den zivilen Einsatz in Ballungsgebieten und Industriezentren geeignet ist.
Inhärente Sicherheit: Die Naturgesetze sorgen dafür, dass ein Super-GAU unmöglich wird. Ebenso, wie ein Eimer Wasser in der Antarktis nicht plötzlich zu sieden anfangen kann, ist ein DFR unfähig, Fukushima- oder Tschernobyl-Szenarien hervorzurufen.
Recycling des Atommülls: Der DFR zerstört sowohl seine eigenen Abfälle wie die der alten Kernkraftwerke. Übrig bleiben nur Spaltprodukte, die nach maximal 300 Jahren kaum noch radioaktiv sind. Die Suche nach einem Endlager für geologische Zeitspannen wird damit gegenstandslos.
Sehr hohe Effizienz: Alle Kernbrennstoffe sind mit maximaler Energieausbeute nutzbar! Atommüll, abgereichertes Uran, Natururan, Thorium, Plutonium, u.v.a. lassen sich im DFR einsetzen. Dadurch erhält man eine Energiequelle, die so lange reicht, bis die Sonne zum Roten Riesen wird.
Minimale Kosten: Der DFR ist der kompakteste Kernreaktor mit dem geringsten Aufwand an Material, Arbeitsstunden und Geld.
Hohe Arbeitstemperatur: Dies macht nicht nur die Stromerzeugung sehr effizient (60% Wirkungsgrad), sondern ermöglicht auch viele Prozesswärmeanwendungen - z.B. Meerwasserentsalzung oder Herstellung erdölfreier Kraftstoffe. Dadurch kann Kernenergie endlich den kompletten Primärenergiebedarf decken, einschließlich Antrieb von Autos, Flugzeugen, Heizungen, etc.
Quelle: Dual Fluid Reaktor